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Jerry Seinfelds Motivationsgeheimnis

Jerry Seinfeld, Foto von Alan Light
Foto von Alan Light

Viele talentierte Schreiberlinge scheitern an einer ganz bestimmten Kleinigkeit: Konsequenz.

Viele sind gute Schreiber, viele sogar talentiert, doch die meisten von uns, und da schließe ich mich bei weitem nicht aus, müssen an ihrem Können arbeiten. Es ist möglich, die eigene Schreibe zu verbessern, doch etwas zu erschaffen, was wirklich von Bedeutung ist, erfordert eiserne Beharrlichkeit. Konsequent sein Ziel vor Augen und kontinuierlich darauf hin zu arbeiten, ist etwas, dass nur den wenigsten auf lange Sicht gelingt.

Zu einfach schleichen sich alltägliche Aufgaben dazwischen, andere Hobbies, Freunde, die Familie, und schon ist vergessen, dass man ja eigentlich einen Roman schreiben wollte.

Der Komiker Jerry Seinfeld (in Amerika sehr berühmt, in Deutschland war er mit seiner Fernsehserie Seinfeld bekannt) hat sein eigenes System entwickelt, am Ball zu bleiben.

Er weiß, dass zielgerichtete Arbeit über einen langen Zeitraum auch für einen Comedian sehr wichtig ist, und kaufte sich deswegen einen großen Wandkalender, welcher auf einem Blatt das ganze Jahr anzeigte.

Nach jedem Tag prüft er, ob er ausreichend an seiner Karriere gearbeitet hat, und streicht danach den Tag im Kalender an. Auf diese Weise entsteht, im günstigsten Fall, eine durchgehende Linie, die sich über Tage, vielleicht Wochen zieht.

Der Effekt? Er fing an, die Linie zu mögen. Er wollte sie wachsen sehen und arbeitete deswegen härter an sich selbst.

Seinfelds Kommentar zu seiner Methode und der Punkt, den er am meisten betonte: Don’t break the chain (Breche Brich nicht die Kette)

Ich finde diese Methode, sich selbst zu motivieren, sehr schön und kann mir denken, dass sie eine Menge dazu beitragen kann, im Rhythmus zu bleiben. Vielleicht schaue ich in den nächsten Tagen mal, wo sich ein billiger Wandkalender auftreiben lässt.

Links

Siehe auch

  • Wie Joe uns motivieren kann (3)
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    2 Kommentare bisher »

    1. Christa sagt

      am 5. August 2007 @ 10:33

      Seinfelds Methode ist interessant und gut, deshalb danke für diesen Artikel, aber “Don’t break the chain” mit “Breche nicht die Kette” zu übersetzen ist für eine Frau, die schreibt, die also vorgibt, Rechtschreibung und Grammatik zu beherrschen, äußerst peinlich. Der Imperativ lautet “[b]Brich[/b] nicht die Kette”.
      Wieso beherrschen die Leute, selbst die, die schreiben, den Imperativ nicht mehr? Immer wieder lese ich “Gebe” statt “Gib” und ähnliches.
      Wie wäre es damit, mal in eine Grammatik zu schauen?

    2. LastGunman sagt

      am 23. September 2007 @ 23:30

      Jerry Seinfeld ist einfach nur genial. Macht er noch Stand-Up-Comedy? Außer der Serie (von der ich jede einzelne Folge gesehen habe) sah man ja nicht viel von ihm bei uns.

      Demnächst kmmt ja der Animationsfilm Bee Movie raus, da hat er am Drehbuch mitgewirkt. Ebenfalls spricht er den Hauptcharakter. Ich kann nur hoffen, dass Jerrys Synchronstimme für die deutsche Version genommen wird und nicht irgendeine…

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