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Sicherungskopien richtig anlegen, Teil 1 - Einleitung

Heute möchte ich eine kleine Serie anfangen, die unter dem Zeichen der “richtigen” Sicherungskopie stehen wird.Ich möchte heute anfangen mit einer Episode aus meiner eigenen schriftstellerischen Tätigkeit, die sich leider vor nicht allzu langer Zeit ereignet hat.

Jeden Morgen warf ich meinen Rechner an, öffnete die Geschichte, an der ich gerade schrieb und begann, zu schreiben. Über die Zeit wuchs der Text natürlich an, und um einen Überblick über mein Vorankommen zu haben, tat ich jeden Morgen, nachdem ich genug geschrieben hatte, das Folgende:

  • Ich kopierte den Teil, den ich neu geschrieben hatte, in die Zwischenablage und speicherte meine Geschichte
  • Ich legte eine neue Datei an und füllte sie mit dem Inhalt, um die Zeichen zu zählen, die ich neu getippt hatte
  • Die “gemessene” Zahl fügte ich in eine Tabelle ein, dann schloss ich das neue Dokument, welches ja nur das Geschreibsel vom aktuellen Tag enthielt, ohne zu sichern

Natürlich gewann ich so einen schönen Überblick über meinen Fortschritt, doch wahrscheinlich könnt ihr euch schon denken, was eines schönen Morgens geschah. Natürlich hatte es früher oder später so kommen müssen, und natürlich war ich ein Idiot, da ich die Möglichkeit nicht schon vorher in Betracht gezogen hatte.

Jedenfalls schloss ich eines Tages das Zeichen-zählen-Dokument und reagierte auf die Frage des Rechners, ob ich die Änderungen speichern wolle, mit genau der falschen Antwort.

Ich speicherte den Fortschritt, den ich an dem Tag gemacht hatte, über die gesamte Geschichte.

Mit nur einem falschen Klick zerstörte ich mir innerhalb von Sekundenbruchteilen die Arbeiten von fast zwei Wochen. Ich hätte schreien können.

Und das Schlimmste: Ich hatte keine Sicherungskopie.

Mit ein wenig Recherche konnte ich noch eine alte Version des Textes auftreiben, doch zwischen dieser und dem aktuellen Stand lagen immer noch gut vier bis fünf Seiten Text, die unwiederbringlich im Datennirvana verlustig gegangen sind.

Natürlich war es für diesen Text schon zu spät, doch habe ich mir vorgenommen, in Zukunft besser auf meine Lieblinge aufzupassen.

Diese Serie soll euch verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, eure Texte möglichst narrensicher zu verwahren, damit euch ein ähnliches Schicksal erspart bleibt.

Teil 2 beschäftigt sich mit der Sicherung offline also auf dem eigenen Rechner, während Teil 3 die Online-Sicherung behandeln wird.

Wenn ihr inzwischen Vorschläge habt, oder mir mitteilen wollt, wie ihr eure Texte sichert, schreibt mir doch einfach eine Email an mail (at ) iwritestuff (punkt ) net .

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    3 Kommentare bisher »

    1. Jacky sagt

      am 16. November 2007 @ 23:51

      I. Zeichen zählen

      Benutzt du Word?
      Denn zumindest in Open Office (http://de.openoffice.org/ - freeware) kannst du einen Textteil markieren. Wenn du dann auf Wörter zählen gehst, dann gibt er dir zum Einen die Gesamtzahl der Wörter im Dokument aus und zusätzlich die Anzahl der Wörter im markierten Teil. Es werden natürlich auch die Zeichen (mit und ohne Leerzeichen) gezählt.

      Eine noch viel einfachere Möglichkeit, die auch in Word funktioniert, bzw. in Excel:
      Eine Tabelle anlegen.
      1. Spalte: Absolute Zeichenzahl eintippen z.B.: 1124
      2. Spalte: Formel eintippen, in der von der aktuellen ersten Zelle, die Darüberliegende abgezogen wird z.B.: =B3-B2
      3. Immer wenn du in die erste Spalte eine neue absolute Zahl schreibst, markierst du in der zweiten Spalte die vorhergehende Zelle, kopierst fügst sie in der Zeile darunter ein. Excel macht dann den Rest von alleine.
      Natürlich geht das auch mit einem Taschenrechner, aber das wäre ja zu einfach :P

      II. Meine Speicher-Erfahrungen:

      1. Besonders wenn du Word benutzt, und noch viel wichtiger, wenn du in deinem Text Grafiken einbindest: Speichere nicht alles in einer Datei!
      Word kann mit großen Dokumenten nicht so gut umgehen. Deshalb fange ich regelmäßig eine neue Datei an, oder speichere die Kapitel einzeln.

      2. Egal wie oft du zwischengespeichert hast, am Ende passiert etwas völlig unvorhergesehenes: Stromausfall, Servercrash, Zimmerbrand, Laptopdiebstahl und alles ist futsch. Deshalb mein Tipp: Immer eine Sicherheitskopie auf einem externen Speichermedium haben (CD, externe Festplatte, …) Ich liebe meinen USB-Stick ;)a

    2. LastGunman sagt

      am 17. November 2007 @ 16:01

      Ich speicher auch immer Kapitel für Kapitel separat und sichere meinen Dokumenten-Ordner regelmäßig im passwortgeschützten Teil meines USB-Sticks. Außerdem habe ich viele Dateien noch auf der SD-Karte meines PDAs

      Zum Wählen: Bei Word’07 unten die Statusleiste mit rechts anklicken und Wortanzahl aktivieren (das bleibt dann auch aktiviert).

      Jetzt hat man unten stehen, wie viele Wörter der Text hat. Dieses Feld anklicken um in einem Fenster auch Auskunft über Zeilen, Zeichen, usw zu erhalten. Das funktioniert dann alles auch mit markiertem Text.

      Michael

    3. Jörn sagt

      am 20. November 2007 @ 18:44

      @Jacky: Von Word bin ich schon eine Weile weg, zum Zeitpunkt dieses Desasters habe ich ein Programm namens jDarkRoom benutzt, bei dem man sich zwar die Zeichenzahl anzeigen lassen konnte, allerdings nicht nur die, die man markiert hat.
      Hätte ich vorher gewusst, in welchem Desaster das endet, wäre ich vielleicht bei Word geblieben…
      Im Moment schreibe ich mit q10 und muss sagen, dass ich damit sehr zufrieden bin: u.a. wird die Anzahl der getippten Wörter/Zeichen direkt angezeigt!
      Der Tipp mit dem USB-Stick ist ebenfalls gut, ich habe direkt damit angefangen, meine Sicherheitskopien in der Jackentasche zu tragen.

      @LastGunman: Leider habe ich keinen PDA, das wäre natürlich noch eine gute Methode. Die Statusleise in Word habe ich gar nicht gekannt, werde da mal hineinschauen. Vielleicht gibt es die Funktion ja auch für OpenOffice?

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