NaNoWriMo, Tag 20
Es tut mir sehr Leid, dass ich in letzter Zeit nicht so viele Beiträge geschrieben habe wie ich eigentlich wollte, denn ursprünglich war es meine Absicht, euch mit regelmäßigen Updates darüber zu versorgen, wie ich beim NaNoWriMo abschneide.
Doch es ist tatsächlich mehr Arbeit, als ich dachte. 1.667 Wörter pro Tag sind immer noch eine Menge, die man bewältigen kann, es ist mehr die Kontinuität, die an der Substanz zehrt.
Nach nunmehr 20 Tagen hat sich eine gewisse Routine eingearbeitet. Ich mache mir immer vorher eine Tasse Kaffee, besuche ein oder zwei Websiten und fange dann an zu schreiben, manchmal, bevor ich zur Arbeit gehe, manchmal auch danach.
Dummerweise bin ich gestern krank geworden, habe mir einen wunderschönen grippalen Infekt eingefangen, der mich ans Bett gebunden hat. Früher oder später musste das ja passieren…
Nichtsdestotrotz bin ich wild entschlossen, meinen Wordcount, also die Zahl der täglichen Wörter, zu halten und am Ende des Monats mit 50.000 Wörtern zu glänzen.
Alles in allem geht es aber ganz gut voran: Während ich am Anfang noch fürchtete, mit der geplanten Handlung niemals 50.000 Wörter gefüllt zu bekommen, ist jetzt eher das Gegenteil der Fall. Wahrscheinlich ist die Handlung längst noch nicht abgeschlossen, wenn ich die magischen 50k passiere.
Meine Charaktere haben inzwischen ein nettes Eigenleben entwickelt. Die Idee zu dem Roman, den ich übrigens unter dem Arbeitstitel “Überstunden” schreibe, brütete schon fast ein Jahr lang in mir, und so hatte ich die Charaktere auch schon im Kopf.
Trotzdem entwickeln sie ihre Eigenarten und sind mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen. Der Protagonist, Christian, gefällt mir mit seinen Gemütsschwankungen und kleinen Wutausbrüchen, und mein Antagonist ist zu einem sexistischen alten Mann geraten, der einer Vergangenheit hinterher trauert und sich trotzdem andauert einredet, im Leben nichts falsch gemacht zu haben. Beide waren überhaupt nicht so geplant gewesen!
Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass einen Roman planen und einen Roman schreiben zwei völlig verschiedene Dinge sind. Ich hatte auch schon eine grobe Outline für den Roman geschrieben, doch Probleme bekomme ich immer, wenn ich Charaktere von Punkt A in der Handlung zu Punkt B bekommen möchte.
Wie kriege ich es jetzt hin, dass der Gute das Büro betritt? Warum fährt er nicht einfach nach Hause? Das sind Fragen, die in keiner Planung beantwortet wurden, beim Schreiben aber umso deutlicher zu Tage treten.
So, und nun ist dieser Beitrag zu Ende, denn ich habe noch volle 1.667 Wörter zu schreiben.
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krankheit, nanowrimoWenn euch dieser Beitrag gefallen hat, abonniert doch meinen Newsletter.