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Wie Joe uns motivieren kann

Die Oberfläche von Joe’s Goals

Sich selbst zu motivieren, ist einer der schwierigsten Teile des Schreiben.

Am Ball zu bleiben ist meist schwer, und andere zu finden, die einem mit dem nötigen Elan helfen, ist nicht einfacher.

Eine schöne Methode, regelmäßig zum Schreiben zu kommen ist es, seinen Fortschritt fest zu halten. So ist es möglich, auf die bisherigen Erfolge zurück zu blicken, wenn man ein Motivationstief erreicht.

Heute möchte ich euch die Seite Joe’s Goals vorstellen. Die Seite ist zwar englischsprachig, jedoch von jedem bedienbar, der rudimentäre Kenntnisse in den Gefielden des Internets besitzt.

Nach einem einfach gestrickten Registrierungsvorgang (damit in Zukunft der Zugang zur Seite mittels Email-Adresse und Passwort gesichert ist) kann man auf der intuitiven Oberfläche verschiedene Ziele definieren, die man in Zukunft beständiger verfolgen möchte, wobei bei mir und meinen Lesern wohl am ehesten das Schreiben gemeint ist.

An jedem Tag, an dem man das Ziel ausreichend verfolgt hat, darf man durch einen Klick einen Haken in das entsprechende Kästchen setzen.

Der Optionsbildschirm

Darüber hinaus ist es möglich, im Optionsfeld einzustellen, wie viele Punkte ein Ziel im Vergleich zu den anderen “wiegt”; so kann das erfolgreiche Schreiben einer Kurzgeschichte beispielsweise 5 Punkte bringen, wohingegen man sich selbst nach einem frühen Aufstehen z.B. mit nur einem Punkt belohnt.

Auch negative Ziele können definiert werden, auf diese Weise kann man sich selbst für unschöne Angewohnheiten (mir fiel leider kein passendes Beispiel für das Schreiben ein) “bestrafen”, was in der Gesamtstatistik dann natürlich einen oder mehrere Punkte kostet.

Ich nutze Joe’s Goals jetzt schon seit einiger Zeit und kann positives berichten: Die Bedienung ist kinderleicht und schnell zu lernen, und der Motivationseffekt stellt sich schon nach den ersten paar Häkchen ein. Darüber hinaus meldet sich die Internetseite automatisch per Email, wenn eine Zeit lang keine Aktualisierung mehr vorgenommen wurde.

Ein paar Tipps zur erfolgreichen Nutzung:

  • Legt euch realistische Ziele fest. Ein Ziel mit dem Titel “Roman schreiben” dürfte so gut wie nie aktualisiert werden, was demoralisierend wirkt
  • Nehmt euch ein wenig Zeit, das “Gewicht” der einzelnen Ziele gegeneinander abzuwiegen
  • Ruft die Seite wenigstens einmal am Tag auf. Wenn es nichts zu aktualisieren gibt, sieht man doch wenigstens, wie viel man in der letzten Zeit daran gearbeitet hat
  • Scheut nicht davor zurück, alte Ziele zu löschen oder neue anzulegen: Auf diese Weise bleibt eure Liste aktuell und ihr habt mehr Freude daran

Wer sich bei der Benutzung von Joe’s Goals an die Seinfeld’sche Kette oder an Benjamin Franklin’s Tugendlisten erinnert fühlt: Kein Wunder, denn genau auf diesen beiden Prinzipien baut die Seit auf. Wer die Oberfläche genau betrachtet, wird feststellen, dass rechts neben jedem Ziel ein Feld mit “Chain” steht, welches, wie bei der von Jerry Seinfeld verwendeten Kalenderkette, anzeigt, wie viele Tage hintereinander man sein Ziel erfolgreich verfolgt hat.

Falls außer mir noch jemand Erfahrungen mit Joe’s Goals gemacht hat, würde ich mich sehr darüber freuen, in den Kommentaren darüber zu diskutieren.

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Jerry Seinfelds Motivationsgeheimnis

Jerry Seinfeld, Foto von Alan Light
Foto von Alan Light

Viele talentierte Schreiberlinge scheitern an einer ganz bestimmten Kleinigkeit: Konsequenz.

Viele sind gute Schreiber, viele sogar talentiert, doch die meisten von uns, und da schließe ich mich bei weitem nicht aus, müssen an ihrem Können arbeiten. Es ist möglich, die eigene Schreibe zu verbessern, doch etwas zu erschaffen, was wirklich von Bedeutung ist, erfordert eiserne Beharrlichkeit. Konsequent sein Ziel vor Augen und kontinuierlich darauf hin zu arbeiten, ist etwas, dass nur den wenigsten auf lange Sicht gelingt.

Zu einfach schleichen sich alltägliche Aufgaben dazwischen, andere Hobbies, Freunde, die Familie, und schon ist vergessen, dass man ja eigentlich einen Roman schreiben wollte.

Der Komiker Jerry Seinfeld (in Amerika sehr berühmt, in Deutschland war er mit seiner Fernsehserie Seinfeld bekannt) hat sein eigenes System entwickelt, am Ball zu bleiben.

Er weiß, dass zielgerichtete Arbeit über einen langen Zeitraum auch für einen Comedian sehr wichtig ist, und kaufte sich deswegen einen großen Wandkalender, welcher auf einem Blatt das ganze Jahr anzeigte.

Nach jedem Tag prüft er, ob er ausreichend an seiner Karriere gearbeitet hat, und streicht danach den Tag im Kalender an. Auf diese Weise entsteht, im günstigsten Fall, eine durchgehende Linie, die sich über Tage, vielleicht Wochen zieht.

Der Effekt? Er fing an, die Linie zu mögen. Er wollte sie wachsen sehen und arbeitete deswegen härter an sich selbst.

Seinfelds Kommentar zu seiner Methode und der Punkt, den er am meisten betonte: Don’t break the chain (Breche Brich nicht die Kette)

Ich finde diese Methode, sich selbst zu motivieren, sehr schön und kann mir denken, dass sie eine Menge dazu beitragen kann, im Rhythmus zu bleiben. Vielleicht schaue ich in den nächsten Tagen mal, wo sich ein billiger Wandkalender auftreiben lässt.

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