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Nanowrimo, ein Fazit

Das wichtigste schicke ich direkt zuerst raus: Frohe Weihnachten an alle Leser meines Blogs! Ich hoffe, dass ihr alle ein beschauliches und festliches Weihnachten im Kreis euer Lieben feiern konntet. Für mich war es ein wenig stressig, da schließlich alle Verwandten besucht werden wollten, doch im Großen und Ganzen war es eine schöne Erfahrung.

Es tut mir leid, dass sich mein angekündigter Fazit-Beitrag zum Nanowrimo so lange verzögert hat, und ich möchte mich auch gar nicht lange mit fadenscheinigen Ausreden aufhalten: Ich hatte einfach keine Zeit, meinen Blog zu pflegen. Hoffentlich ändert sich das in naher Zukunft.

Heute jedenfalls möchte ich euch ein paar Erfahrungen näherbringen, die ich während des Nanowrimo dieses Jahr gemacht habe.

Allen, die selbst einen Nanowrimo-Roman schreiben wollen, kann ich sagen: Es ist ein Haufen Arbeit. Die Menge von 1.667 Wörtern pro Tag ist an sich nicht überwältigend, ich hatte mehr Schwierigkeiten damit, dranzubleiben. Mich jeden Tag aufs neue vor die Tastatur zu setzen.

Ich habe eine Menge über die Entwicklung von Charakteren und ihren Eigenarten gelernt, habe gemerkt, dass viele meiner Figuren noch viel zu zweidimensional und verstockt wirken.

Allgemein hat sich meine Schreibe sehr verbessert, wie ich finde. Wenn ich einzelne Passagen aus dem Roman noch einmal lese, ist es verständlich, dass sie aufgrund des Zeitdruckes nicht der Qualität meiner Kurzgeschichten entsprechen, doch man kann auf jeden Fall einen Fortschritt herauslesen. Allein dafür hat sich die Mühe meiner Meinung nach schon gelohnt.

Auch Fehler im Plot und Dinge, die ich in der Entwicklung der Ereignisse anders gemacht hätte, stapeln sich. Am liebsten würde ich in der Zeit zurückreisen und meinem alten Ich aufgrund der hanebüchenen Plotlöcher, die entstanden sind, eine Standpauke halten. Doch jeder macht Fehler, und ich muss daraus lernen.

Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass mein Roman immer noch nicht fertig ist. Aus irgendeinem Grund blockiere ich, wenn ich mir das geschriebene noch einmal ansehe und weiterschreiben möchte. Das liegt wahrscheinlich darin, dass ich mit dem Roman voll und ganz unzufrieden bin. Der Plot ist unlogisch und den Seitenschritt in die Welt der Fantasy kauft mir ebenfalls niemand ab.

Nichtsdestotrotz werde ich den Roman irgendwann vollenden. Nicht, um ihn danach an Verlage zu versenden, denn es wäre unfair, einem Lektor ein Manuskript vorzulegen, an das ich nicht glaube, sondern um das erste Mal in meinem Leben einen Roman vollendet zu haben, so unzufrieden ich damit auch sein mag.

Alles in allem war es also tatsächlich eine sehr lohnende Erfahrung, am Nanowrimo teil zu nehmen, und ich kann jedem nur empfehlen, nächstes Jahr das selbe zu tun.

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Nanowrimo, Tag 30

Winner!

49999 50000

Mehr dazu gibt es morgen oder am Sonntag. Jetzt wird erst einmal gefeiert!

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NaNoWriMo, Tag 20

Es tut mir sehr Leid, dass ich in letzter Zeit nicht so viele Beiträge geschrieben habe wie ich eigentlich wollte, denn ursprünglich war es meine Absicht, euch mit regelmäßigen Updates darüber zu versorgen, wie ich beim NaNoWriMo abschneide.

Doch es ist tatsächlich mehr Arbeit, als ich dachte. 1.667 Wörter pro Tag sind immer noch eine Menge, die man bewältigen kann, es ist mehr die Kontinuität, die an der Substanz zehrt.

Nach nunmehr 20 Tagen hat sich eine gewisse Routine eingearbeitet. Ich mache mir immer vorher eine Tasse Kaffee, besuche ein oder zwei Websiten und fange dann an zu schreiben, manchmal, bevor ich zur Arbeit gehe, manchmal auch danach.

Dummerweise bin ich gestern krank geworden, habe mir einen wunderschönen grippalen Infekt eingefangen, der mich ans Bett gebunden hat. Früher oder später musste das ja passieren…

Nichtsdestotrotz bin ich wild entschlossen, meinen Wordcount, also die Zahl der täglichen Wörter, zu halten und am Ende des Monats mit 50.000 Wörtern zu glänzen.

Alles in allem geht es aber ganz gut voran: Während ich am Anfang noch fürchtete, mit der geplanten Handlung niemals 50.000 Wörter gefüllt zu bekommen, ist jetzt eher das Gegenteil der Fall. Wahrscheinlich ist die Handlung längst noch nicht abgeschlossen, wenn ich die magischen 50k passiere.

Meine Charaktere haben inzwischen ein nettes Eigenleben entwickelt. Die Idee zu dem Roman, den ich übrigens unter dem Arbeitstitel “Überstunden” schreibe, brütete schon fast ein Jahr lang in mir, und so hatte ich die Charaktere auch schon im Kopf.

Trotzdem entwickeln sie ihre Eigenarten und sind mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen. Der Protagonist, Christian, gefällt mir mit seinen Gemütsschwankungen und kleinen Wutausbrüchen, und mein Antagonist ist zu einem sexistischen alten Mann geraten, der einer Vergangenheit hinterher trauert und sich trotzdem andauert einredet, im Leben nichts falsch gemacht zu haben.  Beide waren überhaupt nicht so geplant gewesen!

Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass einen Roman planen und einen Roman schreiben zwei völlig verschiedene Dinge sind. Ich hatte auch schon eine grobe Outline für den Roman geschrieben, doch Probleme bekomme ich immer, wenn ich Charaktere von Punkt A in der Handlung zu Punkt B bekommen möchte.

Wie kriege ich es jetzt hin, dass der Gute das Büro betritt? Warum fährt er nicht einfach nach Hause? Das sind Fragen, die in keiner Planung beantwortet wurden, beim Schreiben aber umso deutlicher zu Tage treten.

So, und nun ist dieser Beitrag zu Ende, denn ich habe noch volle 1.667 Wörter zu schreiben.

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NaNoWriMo, Tag 5

Viele Leute sagen über mich, ich sei schusselig und zerstreut, und viele Leute haben Recht.

Ich stellte mir gestern Abend meinen Wecker auf sechs Uhr früh, um vor der Arbeit aufstehen und etwas an meinem Roman schreiben zu können. Man muss dazu wissen, dass ich diesen speziellen Wecker nur äußerst selten stelle, denn es ist eins dieser alten Modelle mit den zwei Glocken und einem kleinen Hammer, der daran schlägt. Ich habe ihn einmal von zwei Freunden geschenkt bekommen und kann nur sagen: Wenn man genau hinschaut, findet man wahrscheinlich ein Abbild dieses Weckers auf den Holzschnitten, welche die Folterinstrumente der Spanischen Inquisition zeigen.

Als der Wecker klingelte, hüpfte ich also aus dem Bett, alles andere als putzmunter zwar, doch trotzdem motiviert, meinem Tagespensum ein wenig näher zu rücken, duschte mich und schmiss, mit einer Tasse frischen Kaffee in der Hand, den Rechner an.

Bevor ich mein Schreibprogramm öffnen konnte, viel mein Blick auf die Uhr. 5:19. Es traf mich natürlich direkt wie ein Schlag: Ich Idiot hatte vergessen, die Winterzeit einzustellen.

Natürlich war ich, frisch geduscht und mit einer halben Tasse Kaffee intus, knallwach, also setzte ich mich einfach hin und begann zu schreiben.

Jetzt ist es gerade 6:28 Uhr, und ich habe mein Tagespensum nicht nur bereits erfüllt, sondern bin sogar schon darüber hinaus geschossen. Wenn ich nach der Arbeit noch ein wenig schreibe, sollte ich in der Lage sein, mir ein schönes Polster anzuschreiben.

Eigentlich wollte ich ja heute schreiben, wie es mir bisher so bei der Teilnahme am NaNoWriMo ergangen ist, doch dieses etwas dramatische Erlebnis wollte ich auf jeden Fall mit euch teilen.

Ich werde nun mal schauen, was sich noch so mit meiner Zeit anstellen lässt, bevor ich zur Arbeit muss, und ob ich dort vor Müdigkeit mit dem Kopf auf die Tastatur schlage.

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Startschuss für den National Novel Writing Month

NaNoWriMo-Banner

Der erste November ist ein Datum, dem viele Schreiberlinge, mich eingeschlossen, ungeduldig entgegenfiebern. Meistens mit einem Gefühl, das auf halber Strecke zwischen freudiger Erwartung und Lampenfieber liegt, denn am 1. 11. fällt der Startschuss für den National Novel Writing Month (deutsch etwa: “Nationaler Romanschreib-Monat”; abgekürzt: NaNoWriMo).

Der NaNoWriMo ist eine im Internet ausgerufene Veranstaltung, an der sich jeder freiwillig beteiligen kann und deren erklärtes Ziel es ist, Schreibenden zu der Rohfassung ihres Romans zu verhelfen.

Die Regeln sind denkbar einfach: Jeder Teilnehmer hat einen Monat Zeit, um 50.000 Wörter aufs Papier zu bringen. Das klingt nach einer stolzen Menge, und ganz ohne ist es auch nicht. 50.000 Wörter auf 30 Tage verteilt ergibt 1.667 Wörter als Tagespensum. Das ist zwar nicht gerade wenig, jedoch zu bewältigen. Auf den Foren der Seite wird von 2 Stunden als durchschnittliche Arbeitszeit pro Tag gesprochen.

Nun mag man argumentieren, dass 50.000 Wörter zu wenig für einen ganzen Roman sind, und das mag natürlich auch stimmen, doch der Punkt ist: Lieber 50.000 Wörter geschrieben und keinen vollständigen Roman verfasst, als den ganzen Monat lang kein einziges Wort geschrieben zu haben, nicht wahr?

Besonderes Augenmerk wird dabei nicht auf die Qualität, sondern auf die Quantität des Geschriebenen gelegt: Die werdenden Schriftsteller sollen ihren inneren Lektor so gut es geht zum Schweigen bringen, um die angepeilte Menge zu bewältigen. Die Überarbeitung der Rohfassung soll frühestens im Dezember erfolgen.

Der NaNoWriMo stellt dem leidenden Schriftsteller eine ganze Menge Tools zur Verfügung, die weiter anspornen sollen, so gehört beispielsweise ein täglicher Comic mit zum Reportoire, ein Onlineradio versorgt mit Motivation, und Teilnehmer können eine Profilseite pflegen, in das sie ihre aktuelle Wortzahl schreiben und so eine Grafik Ihres Fortschrittes generieren können.

Auch das gut besuchte Forum zeigt, dass man mit dem Gefühl, in einem Monat niemals 50.000 Wörter geschrieben zu bekommen, bei weitem nicht allein ist.

Dieses Jahr konnte ich mich das erste Mal dazu durchringen, teil zu nehmen, und bin sehr froh über diese Entscheidung.

Ich habe am ersten Tag etwas länger als 1 Stunde recht entspannt geschrieben (ich bin ein sehr schneller Tipper) und so bisher 1.700 Wörter abgeliefert. Der erste Tag war also ein Erfolg und hat mich hoch motiviert hinterlassen. Drückt mir die Daumen für den zweiten Tag!

Wenn ihr Lust habt, mein Schaffen online zu verfolgen, ist hier der Link auf meine Profil-Seite.

Es würde mich sehr freuen, von anderen NaNoWriMo-Teilnehmern in den Kommentaren zu hören.

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