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Absurder Dialog

„Einen schönen Gitarrenkoffer haben Sie da.“
„Danke.“
„Wie lange spielen Sie denn schon?“
„Was spielen?“
„Gitarre. Wie lange Sie schon Gitarre spielen?“
„Wer hat denn gesagt, ich könne Gitarre spielen?“
„Nun ja, Sie haben ja schließlich einen Gitarrenkoffer, und da dachte ich…“
„…dass ich Gitarre spiele?“
„Ja, genau. Haben Sie da jetzt eine Gitarre drin oder nicht?“
„Nein, ein Maschinengewehr. Ich möchte die Bank überfallen.“
„Das macht man mit einem Geigenkasten.“
„Ich spiele aber keine Geige.“
„Dann sollten Sie vielleicht keine Bank überfallen.“
„Macht nichts, das war sowieso sarkastisch gemeint.“
„Dass Sie keine Geige spielen?“
„Nein, dass ich eine Bank überfallen möchte.“
„Ach so. Also, haben Sie nun eine Gitarre da drin?“
„Das kann ich ja nun schlecht wissen, ohne hineinzusehen. Ich weiß nicht, ob die Katze tot ist oder nicht.“
„Was für eine Katze? Sie verwirren mich.“
„Sie mich nicht weniger.“
„Haben Sie also eine Katze da drin?“
„Damit könnte man tolle Katzenmusik machen. Ha. Ha.“
„Das war nicht sonderlich lustig.“
„Sollte es auch nicht sein.“
„Warum haben Sie dann gelacht?“
„Ich habe mir einen Witz erzählt.“
„Man kann sich selbst keine Witze erzählen!“
„Na! Nur weil Sie das nicht können, heißt das nicht, dass ich es nicht kann. Sie sollten nicht von sich auf andere schließen!“
„Das tue ich nicht! Das ist wissenschaftlich erwiesen!“
„Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Sie nicht von sich auf andere schließen? Welcher Wissenschaftler erweist denn so was?“
„Nein, nein! Ich meinte, es ist wissenschaftlich erwiesen, dass man sich selbst keine Witze erzählen kann!“
„Dann habe ich wohl gerade den Gegenbeweis angetreten.“
„Das war kein Gegenbeweis, das war eine Antithese.“
„Dann habe ich meinetwegen auch die Antithese angetreten.“
„Vielleicht sollten Sie einen Essay darüber schreiben.“
„Was lässt Sie denken, dass ich schreiben kann?“
„Nun ja, 90% aller Deutschen können das.“
„Sehe ich vielleicht aus wie die breite Masse?“
„Würde Sie das denn beleidigen?“
„Schon ein bisschen. Davon aber mal abgesehen, wie kommen Sie darauf, dass ich Deutscher bin?“
„Sie sprechen sehr gut Deutsch.“
„Danke. Sie auch.“
„Damit meinte ich, dass Sie zu gut Deutsch sprechen, um ein Ausländer zu sein.“
„Ich könnte Ausländer und in meiner frühen Kindheit nach Deutschland gekommen sein.“
„Sind Sie es denn?“
„Nein.“
„Warum erzählen Sie mir dann die Geschichte?“
„Sie gefällt mir.“
„Schreiben Sie sie doch auf!“
„Kann ich doch nicht, wissen Sie doch! So, und wenn Sie mich nun entschuldigen, ich muss zur Bandprobe. Hej då!“

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